Parodontitis-Früherkennung

Parodontitis ist heute die am häufigsten auftretende Volkserkrankung. Die dabei vorliegende bakterielle Erkrankung des Zahnhalteapparats beginnt mit der Entzündung und Schwellung des Zahnfleisches. Im Verlaufe der Krankheit kommt es zu einer Zahnlockerung, die später zum Zahnverlust übergehen kann.

Bereits die Hälfte aller Erwachsenen ab dem mittleren Alter leidet an Parodontose in unterschiedlichen Stadien. Doch kann die Erkrankung der Zähne gestoppt werden, wenn bereits bei den kleinsten Symptomen ein Zahnarzt aufgesucht wird, der die passende Behandlung einleiten kann. Parodontitis-Früherkennung lohnt sich somit für Sie und Ihre Zähne!

 

Was passiert bei einer Parodontitis?

Eine Zahnfleischentzündung im Mund führt zu einer Vielzahl an weiteren Reaktionen in unserem Körper. Zuerst wird die sogenannte matrix-Metallo-Proteinnase 8 (aMMP-8) gebildet, die wiederum einen Abbau der Kollagenfasern und somit den Gewebeabbau begünstigt. Davon ist in einem fortgeschrittenen Stadium der Parodontose auch der Zahnhalteapparat betroffen. Dadurch kommt es zum Zahnverlust und zudem wird die sogenannte mukosale Barriere durchbrochen. Folglich kann sich die Erkrankung dann auf den ganzen Körper ausbreiten und auch andere Bereiche, wie das Herz-Kreislauf-System, befallen.

Zusammenhang mit anderen Erkrankungen

Die Wichtigkeit der Zahngesundheit wird deutlich, wenn man das Risiko an anderen Krankheiten zu erkranken danebenlegt. Denn die Wirkung der bereits erwähnten aMMP-8 ist nicht auf den Mund begrenzt. Zahlreiche jüngere Publikationen zeigen einen Zusammenhang zwischen der Gesundheit im Mund und folgenden Krankheiten auf:

  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Schlaganfallrisiko
  • Diabetes mellitus
  • Gefahr von Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht bei Schwangerschaften

Es ist somit nachgewiesen, dass mit dem aMMP-8-Wert das Risiko für systemische Erkrankungen steigt!

 

Symptome einer parodontalen Erkrankung

Eine Parodontitis beginnt mit einer Zahnfleischentzündung, die durch Bakterien und deren Stoffwechselprodukte ausgelöst wird. Vor allem bei unzureichender Mundhygiene kommt es bei der Menge an Bakterien schon bald zu einer gefährlich hohen Konzentration.

Das erste Indiz für eine Entzündung des Zahnfleisches ist oftmals, dass es beim Zähneputzen blutet. Zudem kann es an verschiedenen Stellen vermehrt zu Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen kommen. Auch plötzlich auftretender Mundgeruch und die vermehrte Empfindlichkeit gegenüber heißen oder kalten Speisen oder Getränken können ein Anzeichen für eine beginnende Parodontitis sein.

All diese Symptome müssen nicht gleichzeitig und in gleichem Maße deutlich auftreten. Oft sind solche Anzeichen auch schubweise zu beobachten. Aus diesem Grund können diese allerdings auch leichter übersehen oder als nicht wirklich gravierend wahrgenommen werden. Die Parodontitis ist eine schleichende Krankheit, die nur bei einer Parodontitis-Früherkennung, die im Rahmen eines Kontrollbesuchs beim Zahnarzt durchgeführt wird, festgestellt wird.

 

Die Parodontitis-Früherkennung beim Zahnarzt

Es empfiehlt sich auch bei nur kleinen Symptomen einen Zahnarzt aufzusuchen und eine Untersuchung diesbezüglich durchführen zu lassen. Besonders von Vorteil ist es zudem, wenn man mindestens zweimal im Jahr einen Termin für einen Kontrollbesuch beim Zahnarzt vereinbart. Dabei kann regelmäßig geprüft werden, ob bereits Anzeichen für eine Parodontitis-Erkrankung vorliegen und direkt eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden.

Der Zahnarzt stellt zu Beginn zunächst den Befund des Krankheitsstadiums fest. Anschließend wird eine individuelle Parodontose-Behandlung eingeleitet. Das Hauptziel dabei ist es, die schädlichen Bakterien im Mundraum zu entfernen. Dabei werden beispielsweise vorhandene Beläge im Rahmen einer Professionellen Zahnreinigung entfernt. Auch eine anschließende Behandlung mit Antibiotika ist üblich.

Parodontitis kann nicht vollständig geheilt werden. Das Fortschreiten kann lediglich gestoppt werden. Mithilfe eines individuellen Prophylaxeplans, der auch weitere professionelle Zahnreinigungen in regelmäßigen Abständen sowie Kontrollbesuche beim Zahnarzt vorsieht, ist dies jedoch möglich.

 

Wie kann ich Parodontose vorbeugen?

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Hier ist das Sprichwort sehr passend, denn bereits im Vorfeld können verschiedenen Maßnahmen dafür sorgen, dass sich eine Parodontose gar nicht erst ausbildet. Beachten Sie folgende Tipps und schützen Sie sich vor einer Parodontitis-Erkrankung:

  • Gründliches Zähneputzen (mindestens zweimal am Tag)
  • Zahnfleisch nicht zu fest mit der Zahnbürste bearbeiten
  • Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder speziellen Zahnzwischenraumbürsten sauber halten
  • Regelmäßig Professionelle Zahnreinigung in Anspruch nehmen
  • Spezielle Zahncremes und Spülungen gegen mikrobiellen Befall verwenden

Sollten Sie Fragen zur Parodontitis haben oder einen Termin vereinbaren wollen, dann melden Sie sich bei Ihrem Zahnarzt in Düsseldorf, Dr. Gregor Mowius entweder telefonisch oder per Email.

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