Als Zahnarzt in Düsseldorf behandeln wir Sie gerne in den Bereichen allgemeine Zahnmedizin und Implantologie

Was ist Zahnfleischrückgang?

Beim Zahnfleischrückgang handelt es sich um eine gefürchtete Diagnose. Denn das bedeutet, dass das Zahnfleisch (Gingiva) weniger wird und zurückweicht, sodass die empfindlichen Zahnhälse mehr und mehr freiliegen. Diese Entwicklung kann langfristig zum Zahnausfall führen und wird in den meisten Fällen auf mangelnde Mund- und Zahnhygiene zurückgeführt. Zahnfleischrückgang ist jedoch auch ein Krankheitsbild, das im Laufe des Lebens jeden Menschen betreffen wird. Denn das Zahnfleisch bildet sich mit dem Alter automatisch zurück. Erfahren Sie im folgenden Beitrag, welche Symptomatiken typisch sind und wann Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen sollten. Auch die Fragen, welche Ursachen für Zahnfleischrückgang verantwortlich sind sowie welche Behandlungen präventiv möglich sind, sollen beantwortet werden.

Welche Symptome sind bei Zahnfleischrückgang zu beobachten?

Typische Symptome, die Patienten mit Zahnfleischschwund angeben, sind beispielsweise schmerzempfindliche Zähne. Vor allem dann, wenn der Rückgang schon weiter fortgeschritten ist. Zudem sind auch folgende Symptome häufig:

  • Bluten beim Zähne putzen
  • Gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch
  • Blutige Zahnfleischtaschen
  • Blut bei der Verwendung von Zahnseide oder beim Abbeißen von z.B. Äpfeln oder Birnen

Oft geht der Rückgang des Zahnfleisches auch mit einer ausgeprägten Parodontitis einher, die zu Knochenabbau tief im Zahnfleisch führt. Tückisch ist, dass dieser Abbau im Krankheitsverlauf lange von der Schwellung des Zahnfleischs überdeckt und deshalb erst verhältnismäßig spät entdeckt wird. Aufgrund dessen empfiehlt sich ein regelmäßiger Besuch bei Ihrem Zahnarzt in Düsseldorf – mindestens zweimal im Jahr!

Welche Folgen hat Zahnfleischrückgang?

Der Rückgang des Zahnfleisches ist problematisch, da bei vermehrter Rückbildung irgendwann die Zahnhälse freiliegen. Da diese jedoch lediglich über eine dünne Schmelzschicht verfügen, sind sie sehr anfällig für eindringende Bakterien. Es kann sehr schnell zu Zahnhalskaries kommen. Auch das nun freiliegende Zahnbett kann von Bakterien befallen werden und es kann zu Entzündungen bzw. Parodontitis kommen. Dauern solche Entzündungen länger an, wird der Kieferknochen angegriffen, die Zähne verlieren ihre Verankerung, lockern sich und fallen im schlimmsten Fall sogar aus. Freiliegende Zahnhälse sind zudem sehr schmerzempfindlich bezüglich Berührungen und Temperaturreizen. Beides kann ein unangenehmes Ziehen an ungeschützten Zahnhälsen verursachen.

Sie leiden unter empfindlichen Zähnen? Vereinbaren Sie einen Behandlungstermin in unserer Praxis und wir prüfen, ob dies mit einem Rückgang Ihres Zahnfleisches zusammenhängt.

Ursachen für den Rückgang des Zahnfleisches

Die Ursachen für Zahnfleischrückgang sind vielfältig. Da meist eine Entzündung des Zahnfleisches mit dem Rückgang des Zahnfleisches einhergeht, können an dieser Stelle auch ähnliche Ursachen genannt werden. Den größten Risikofaktor stellt eine ungenügende Zahn- und Mundhygiene dar. Denn Bakterien und Keime können sich so problemlos im Mund ablagern. Einige davon bilden aus Eiweißen, Kohlenhydraten und anderen Nahrungsbestandteilen einen Belag, der auch Plaque genannt wird. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, kann es schnell zu einer Entzündung des Zahnfleisches und im Verlaufe der Krankheit zu Zahnfleischrückgang kommen. Weiterhin wird Zahnfleischrückgang von Folgendem begünstigt:

  • Genetische Vorbelastung
  • Rauchen
  • Ungesunde Ernährung
  • Verhältnismäßig viel Stress
  • Verschiedene Stoffwechselerkrankungen

Abgesehen von diesen entzündlichen Ursachen für Zahnfleischrückgang kommen auch manuelle und kieferorthopädische Auslöser oft zum Tragen:

  • Zähneputzen mit zu viel Druck oder Verwendung einer zu harten Zahnbürste
  • Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Lippen- und Wangenbändchen, das sich zu nah am Zahn befindet
  • Schlecht sitzende Zahnprothesen oder Piercings
  • Kieferorthopädische Maßnahmen

Wie kann Zahnfleischschwund behandelt werden?

Um den drohenden Zahnfleischrückgang frühzeitig erkennen zu können, sollten Sie Ihr Zahnfleisch regelmäßig betrachten. Gesundes Zahnfleisch ist rosa gefärbt, entzündete Gingiva eher rot und geschwollen. Auch häufiges Zahnfleischbluten kann ein Indiz sein. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den behandelnden Zahnarzt aufzusuchen. Dieser prüft, ob es sich um eine Zahnfleischerkrankung oder eine Infektion handelt und ob beispielsweise eine Regenerierung oder Pfropfung des Zahnfleischgewebes sinnvoll ist.

Zahnfleischrückgang kann vorgebeugt werden

Viele Patienten bemerken das Problem erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Jedoch kann man mit klassischen Karies- und Parodontitis-Präventionsmaßnahmen verhindern, dass freiliegende Zahnhälse entstehen. Dazu gehört allen voran regelmäßiges, gründliches Zähneputzen ohne zu fest zu drücken. Auch der regelmäßige Vorsorge-Check-up beim Zahnarzt, genauso wie die professionelle Zahnreinigung zur Entfernung von Zahnstein gehört dazu.

Des Weiteren können folgende Tipps beachtet werden:

  • Neigen Sie zu nächtlichem Zähneknirschen? Dann sollte nachts eine individuell angepasste Beißschiene getragen werden.
  • Lassen Sie schlecht sitzende Zahnprothesen unbedingt korrigieren.
  • Falls Piercings die Ursache für den Zahnfleischrückgang sind, sollten Sie diese unbedingt entfernen.
  • Achten Sie auf eine gesunde Ernährung: Das Zahnfleisch sollte mit allen nötigen Vitaminen und Nährstoffen, vor allem Vitamin A und Vitamin C sowie mit dem Spurenelement Selen, versorgt sein.
  • Schränken Sie Ihren Nikotinkonsum ein.

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